15. Dezember 2019

KZ Theresienstadt

September 2018

Das Konzentrationslager Theresienstadt hatte eine Sonderrolle im System des Holocaust: Nirgendwo sonst bemühten sich die Nationalsozialisten so um die Verschleierung. Gleichwohl starben dort 33.000 Menschen, fast 90.000 wurden weiter in die Vernichtungslager deportiert.

In der Kleinen Festung in Theresienstadt bestand bereits seit 1940 ein Gestapogefängnis, vor allem für tschechoslowakische Widerstandskämpfer. 1941 suchten die Nationalsozialisten eine Zwischenstation für die 88.000 Juden im „Protektorat Böhmen und Mähren“ – vor der endgültigen Deportation in die Vernichtungslager.

Schon bald sind die Kasernengebäude völlig überfüllt. Im September 1942 befinden sich 50.000 Menschen in Theresienstadt – jedem Häftling bleiben zwei Quadratmeter.

Die Ankunft in einem überfüllten, ärmlichen und hungernden Ghetto war für diese älteren Menschen ein großer Schock. Sie mussten sehr oft auf dem Boden schlafen, in überfüllten Räumen, wo es entweder heiß oder kalt war. Krankheiten gingen um, sie hatten eine geringere Lebensmittelzuteilung. Und häufig starben sie sehr schnell.

Der Alltag der Häftlinge ist bestimmt von Erniedrigung, strikten Regeln und drakonischen Strafen. Familien werden voneinander getrennt, abends herrscht zunächst Ausgangssperre. Die Organisation delegiert die SS vordergründig an die sogenannte jüdische Selbstverwaltung, tschechische Gendarmen bewachen die Festungsstadt.

Von 141.000 Inhaftierten starben 33.000 in Theresienstadt. Fast 90.000 Menschen wurden weiter in die Vernichtungslager deportiert, nur 4.000 kehrten zurück.

NIEMALS WIEDER DARF SO ETWAS PASSIEREN!

NIEMALS!!

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https://www.deutschlandfunk.de/vor-75-jahren-errichtung-des-konzentrationslagers.871.de.html?dram:article_id=372140

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