22. November 2019

Zeitsprung

Die gute, alte Zeit

Früher war ja alles besser, selbst die Zukunft. So sagt man ja zumindest, aber ist das wirklich zutreffend? Nun, da ich jenseits der 60 bin (knapp) kann ich mir ein Rückblick erlauben, natürlich immer aus meiner ureigenen Sicht. Aber ich denke das viele die gleichen Erlebnisse hatten. Es wird nicht chronologisch erzählt, die Geschichten stammen aber alle aus den frühen 70er-Jahren.

Hinter unserem Haus begann gleich das Weinanbaugebiet Haardt, wo viele Schutzhütten für die Winzer standen. Natürlich hatten wir „unser“ Haus, das war oftmals der Treffpunkt für die Kinder in unserem Viertel. Oft nahmen wir Kartoffeln mit dahin, besorgten uns Stecken und spießten die Kartoffeln auf. Über einem kleinen, offenen Feuer wurden die Kartoffeln dann gegart. Es schmeckte einfach traumhaft!

Weinberge , wie bereits erwähnt, gab es quasi gleich hinter der Haustür. Oft, eher täglich ging es dorthin und die süßen, leckeren Trauben direkt von der Rebe gegessen. Aber es gab noch eine andere, weitaus spannendere Möglichkeit. Wenn die Bauern ihre Ernte mit dem Bulldog und vollbeladenen Anhänger(n) nach Haus fuhren, lagen wir Kinder im Straßengraben auf der Lauer. Kaum war der Bulldog vorbei, sprangen wir aus dem Graben und wetzten hinter dem Taktor her. Mit einem Sprung dann den Anhänger geentert und ein paar Trauben dort geholt. Gefährlich, ja….aber es ist nie etwas passiert.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.