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Olaf Scholz

Dieses Land hat ja nun wirklich genug Probleme, die einer Regierung schon zu schaffen machen können. Olaf Scholz macht das angesichts des Krieges in der Ukraine, der enormen Teuerungsrate und der Energiekrise richtig gut. Und nicht nur, weil er die Koalitionsdisziplin wahren muss, wünscht man ihm, dass sein Ampel-Bündnis weder an der Bekämpfung der kalten Progression noch an einer möglichen Verlängerung der AKW-Laufzeiten scheitert. Dafür ist die Lage zu ernst – und ja auch gar keine regierungsfähige Alternative in Sicht.

Energiekrise

In Spanien gingen gestern Nacht die Lichter aus. Per Dekret wurde Strom sparen verordnet – Öffentliche Gebäude, Denkmäler und Schaufenster bleiben in der Nacht ab sofort dunkel. Klimaanlagen dürfen nur noch bis 27° kühlen und im Winter in öffentlichen Gebäuden und Kaufhäusern max. 19°. Solidarität von den Spaniern, dass sie unsere fehlgeschlagene Energiepolitik hilft auszubügeln.
Und was machen die Deutschen? Apotheken (ohne Notdienst) wetteifern mit dem Vollmond um die Helligkeit (und gewinnen). Um Nachts um 2 die Buchauslage zu studieren, empfiehlt sich eine Sonnenbrille und im Vodafone-Laden läuft die ganze Nacht ein Werbefilm. In der geschlossenen Eisdiele leuchten und blinken die Neonschilder. In den Modeläden werden Schaufensterpuppen und Taschen angestrahlt, vielleicht dass sie nicht frieren. Ein hell erleuchteter Bahnsteig und hundert Meter darüber hinaus, wo die nächsten Stunden kein Zug fährt.
Ganz zu schweigen von den Strahlern, die von unten Kirchen, Denkmäler u.ä. anstrahlen. mitten in der Nacht ohne potentielle Bewunderer*innen schon gar nicht.. Da hält man streng am Motto „Viel hilft viel“ fest – vermutlich ohne eine Ahnung, dass es nicht hilft und unter Unkenntnis oder Verdrängung wie viel es schadet. Also gegen Vandalismus und Schlimmeres – gibt’s massig Studien. Ebenso für die negativen Folgen für Insekten, Vögel und übrige Tierwelt – und für Menschen. Von den indirekten Folgen durch die Energieverschleuderung ganz abgesehen.
Wir haben ja eine Energiekrise, der Bürger soll sparen. Da sollte vielleicht mal die Geschäftswelt mitziehen. Und nicht nur über den fehlenden Umsatz jammern.

WM in Katar

Die Meldung klang zunächst wie ein dummer Fake – doch leider hat es sich dann doch als wahr herausgestellt. Gastgeber Katar will nun den Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft um einen Tag vorverlegen, weil man das Eröffnungsspiel gerne selbst austragen würde. Bislang hatte die FIFA die Partie zwischen den Niederlanden und dem Senegal dafür vorgesehen. Dass die Kataris überhaupt auf diese völlig absurde Idee kommen und sich der Weltverband damit auch wirklich noch auseinandersetzt, zeigt die Perversität der gesamten Veranstaltung. Zur Erinnerung: Seit 2010 (also seit zwölf Jahren) steht fest, dass die Endrunde im Zwergenstaat am Persischen Golf ausgetragen wird, die Spielpläne sind längst raus, die Tickets verkauft. Und nun fällt dem Ausrichter gut 100 Tage vor dem Anpfiff ein, dass es doch schön wäre, wenn man als Erster ins Turnier starten könnte – geht’s noch? Sollte die FIFA dem Wunsch der Kataris tatsächlich nachgeben – und genau darauf wird es hinauslaufen – verkommt die ganze Veranstaltung langsam aber sicher zum kompletten Treppenwitz, bei dem sich der Gastgeber aussuchen kann, wie es ihm gerade recht ist. Oder was passiert als Nächstes? Vielleicht fallen Katar ja noch weitere kurzfristige Änderungen ein: Möglicherweise will man mit einem Feldspieler mehr an den Start gehen? Oder erst im Halbfinale einsteigen? Oder nur gegen Nationen antreten, die in der Weltrangliste hinter ihnen platziert sind? Undenkbar scheint in Absurdistan jedenfalls gar nichts mehr.

Lindner, FDP

Lindner holt sich vom Porsche-CEO „argumentative Unterstützung“.
Kubicki berauscht sich an Rechtsbubble-Jubel für Querdenker-Positionen.
Das ist für die FDP gutes Regieren.
Man stelle sich mal vor, was die uns damals ohne „besser nicht regieren als falsch regieren“ eingebrockt hätten.

Der Song Layla

„Layla“ geht beim ersten Hören ins Ohr und bleibt auch dort. Geschrieben ist der Song in bester Schlagertradition – vier eingängige Akkorde und ein einfacher Refrain, den man auch nach dem achten Bier noch mitgrölen kann. Man muss kein Freund von Ballermann-Flair sein, um anzuerkennen, dass das bei aller scheinbaren Primitivität ziemlich clever kalkuliert und obendrein gut gemacht ist.
Getreu dem alten Motto „Es gibt keine schlechte PR“ dürften die für „Layla“ verantwortlichen Musiker „DJ Robin und Schürze“ schon das eine oder andere Fläschchen Schampus geköpft haben (na ja, wahrscheinlich eher Bier), denn so viel kostenlose Publicity bekommt man selten. Die beste Marketing-Agentur der Welt hätte das nicht schlauer einfädeln können.
An der ohrwurmträchtigen Melodie des Songs hängt sich die aktuelle Debatte nicht auf, sondern am Text. Ein alter Mann „erzählt“ dem Sänger von Layla. Der Alte sagt: „Ich hab‘ ’nen Puff und meine Puffmama heißt Layla, sie ist schöner, jünger, geiler, la-la-la-la-la-la-la-Layla.“ Später heißt es dann noch: „Die schöne Layla, die geile Layla, das Luder Layla, unsre Layla“. Und das war’s. Das ist der „Sexismus“, an dem sich die Gemüter entzünden, ein Sexismus, so schlimm, dass man das Lied offenbar gleich verbieten muss.
Die Frage muss erlaubt sein: Geht’s noch?

Sexismusvorwurf

Von den Spielerinnen der Deutschen Frauennnationalmannschaft wurden nun massive Sexismusvorwürfe erhoben. Die dümmlichen bis auch gefährlichen Sprüche überwiegend aus der Männerwelt sind natürlich nicht zu rechtfertigen, muß auch angezeigt und bestraft werden, keine Diskussion nötig.
Doch dann bitte auch keine Sprüche der Damen selbst, z.B. als Werbefilmchen vielfach vor der WM gesendet, in denen zum Schluß der Satz fällt: „Wir brauchen keine Eier, wir haben Pferdeschwänze“.
Finde ich dann auch irgendwie sehr sexistisch!

Arbeitskräftemangel

Flughäfen, Freibäder, Freizeitparks, Gastronomie – sie alle sagen „wir finden keine Arbeitskräfte“.
Die Wahrheit ist: Sie finden keine Leute, die bereit sind, zu Dumpinglöhnen zu schuften.
Die logische Lösung: Bessere Löhne, Tarifbindung, bessere Arbeitsbedingungen.
Nicht mehr lange und sie finden tatsächlich keine Arbeitskräfte mehr.
In den kommenden Jahren gehen doppelt so viele Menschen in Rente, wie auf den Arbeitsmarkt kommen. Was wir brauchen (auch wenn man mich nun steinigt und es keiner hören will), ist eine millionenfache Zuwanderung.
Jedes Jahr!

Trachtenempfang

Da geht in Deutschland eine riesige Empörungswelle durch, weil beim Empfang der Staatsoberhäupter des G7-Gipfels eine bayrische Trachtengruppe auf dem Rollfeld stand.
Meine Güte, was ist denn daran so schlimm? Ich finde das zwar nun auch nicht besonders, eher sogar lächerlich.

Dennoch besser wie so einen gemischten Kinderchor….

Gasnotstand

Werte Politiker, könnt ihr mal bitte damit aufhören ständig Angst und Schrecken zu verbreiten? Jeder hat es mitbekommen, dass Nordstream1 abgeschaltet ist und niemand weiß, ob und wann Putin wieder liefern will. Aber diese ständige Panikmache vor dem nächsten Winter führt zu nichts. Warten wir doch einfach mal die nächsten 10 Tage ab, dann sehen wir es. Natürlich müssen Vorbereitungen getroffen werden, aber bitte weitestgehend geräuschlos.

Dorothee (Dumm)Bär

Ich weiß gar nicht, warum diese Dame immer wieder ihre dummen Statements abgeben darf. Fachlich kam bisher jedenfalls NICHTS.
Zur Erinnerung, Frau Bär: 2005-2021 war ihre Partei als Anhängsel der CDU in der Regierungsverantwortung. In diese Zeit fielen ALLE verheerenden und falschen Entscheidungen zur Gasversorgung, deren Fehler sie heute kritisieren. Das ist schlicht und ergreifend nur dumm dahergeredet.
Zu ihrer glorreichen, 3-jährigen Karriere als Beauftragte für Digitalisierung kann man nichts sagen, es kam ja ganz einfach nix.
Halt, doch: Sie fabulierten was von Flugtaxis….naja, Schwamm drüber.
Und Nein, ich wähle nicht die Grünen.