Der Song Layla

„Layla“ geht beim ersten Hören ins Ohr und bleibt auch dort. Geschrieben ist der Song in bester Schlagertradition – vier eingängige Akkorde und ein einfacher Refrain, den man auch nach dem achten Bier noch mitgrölen kann. Man muss kein Freund von Ballermann-Flair sein, um anzuerkennen, dass das bei aller scheinbaren Primitivität ziemlich clever kalkuliert und obendrein gut gemacht ist.
Getreu dem alten Motto „Es gibt keine schlechte PR“ dürften die für „Layla“ verantwortlichen Musiker „DJ Robin und Schürze“ schon das eine oder andere Fläschchen Schampus geköpft haben (na ja, wahrscheinlich eher Bier), denn so viel kostenlose Publicity bekommt man selten. Die beste Marketing-Agentur der Welt hätte das nicht schlauer einfädeln können.
An der ohrwurmträchtigen Melodie des Songs hängt sich die aktuelle Debatte nicht auf, sondern am Text. Ein alter Mann „erzählt“ dem Sänger von Layla. Der Alte sagt: „Ich hab‘ ’nen Puff und meine Puffmama heißt Layla, sie ist schöner, jünger, geiler, la-la-la-la-la-la-la-Layla.“ Später heißt es dann noch: „Die schöne Layla, die geile Layla, das Luder Layla, unsre Layla“. Und das war’s. Das ist der „Sexismus“, an dem sich die Gemüter entzünden, ein Sexismus, so schlimm, dass man das Lied offenbar gleich verbieten muss.
Die Frage muss erlaubt sein: Geht’s noch?

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